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Ein Fluss, der Länder verbindet – Die Donau

Donau 1683

Donau 1683, © Badische Landesbibliothek, Karlsruhe

03.08.2018 - Artikel

Ab 2. August ist die Wanderausstellung „Fließende Räume, Karten des Donauraums, 1650 – 1800“ in der Széchényi-Nationalbibliothek in Budapest zu sehen.

Gezeigt werden 70 wertvolle, oft erstmals ausgestellte Stücke aus der Sammlung des Tübinger Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde sowie privater Leihgeber aus dem In- und Ausland. Die Präsentation begleitet den Lauf der Donau von den Quellen im Schwarzwald bis hin zur Mündung im Schwarzen Meer. Anhand von historischen Karten rekonstruiert sie das Bild einer historischen Großregion in Europa mit den Zentren Budapest und Wien.

Kultur, die verbindet

Botschafter Wenzel bei der Eröffnung der Ausstellung Fließende Räume
Botschafter Wenzel bei der Eröffnung der Ausstellung "Fließende Räume"© Deutsche Botschaft Budapest

Botschafter Volkmar Wenzel ging in seinem Grußwort auf bedeutende Ereignisse in der Geschichte des Donauraumes ein: „Es hat Niemanden - keine Nation, kein Land - im Donauraum gegeben, der durch die Grenzverschiebungen nicht berührt gewesen wäre. Grenzen werden von Menschen gemacht.“ Die Räume seien immer noch fließend und beweglich, so Wenzel weiter. Der Botschafter dankte den Organisatoren der Ausstellung für „dieses Musterbeispiel kultureller Zusammenarbeit“.

Das Projekt wurde gemeinsam vom Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen und dem Landesarchiv Baden-Württemberg /Generallandesarchiv Karlsruhe entwickelt. Die Ausstellung wird hier in Ungarn in Kooperation mit der Bibliothek und dem Informationszentrum der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gezeigt.

Landkarten, die Geschichte vermitteln

Führung durch die Ausstellung Fließende Räume
Führung durch die Ausstellung "Fließende Räume"© Deutsche Botschaft Budapest

Viele Karten des Generallandesarchivs werden erstmals gezeigt. So auch Landkarten aus der Zeit der Türkenkriege und der habsburgischen Eroberung Südosteuropas, vor allem aus der Zeit des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, der auch als „Türkenlouis“ in die Geschichte einging.

Kartografen waren dabei, wenn es darum ging, unbekannte Landschaften ins Bild zu setzen und neue Regionen zu erschaffen. Die Ausstellung lädt ein, ein Stück "unbekanntes Europa" zu entdecken.


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