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Beantragung eines Visums zur Erwerbstätigkeit

21.03.2018 - Artikel

Wichtige Hinweise

Bitte beachten Sie, dass die Arbeitsaufnahme grundsätzlich nur erlaubt ist, wenn dies im Visum ausdrücklich gestattet wird.

Arbeitnehmer

Ein Visum zur Beschäftigung als Arbeitnehmer darf nur erteilt werden, wenn ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegt, wobei sich die Zulassung der Beschäftigung generell an den Erfordernissen des Wirtschaftsstandortes Deutschland unter Berücksichtigung der Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt orientiert. Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist für neu einreisende Ausländer grundsätzlich nur möglich, wenn für die Stelle bundesweit keine deutschen oder bevorrechtigten ausländischen Arbeitnehmer (d.h. die in Deutschland leben und bereits eine Arbeitserlaubnis haben) zur Verfügung stehen.

Hochqualifizierte

Ausnahmen gelten für Hochqualifizierte, deren Zuzug erleichtert wird. Als hoch qualifiziert gelten insbesondere Wissenschaftler mit besonderen Fachkenntnissen, Lehrpersonen oder wissenschaftliche Mitarbeiter in herausgehobener Position sowie andere Spezialisten und Angestellte mit Berufserfahrung, die ein Gehalt in einer bestimmten Höhe erhalten. Für Hochqualifizierte wird die Gewährung eines Daueraufenthalts von Anfang an vorgesehen, sie können sofort eine Niederlassungserlaubnis erhalten. Mit- oder nachziehende Familienangehörige sind zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt.

Alle Akademikerinnen und Akademiker mit einem anerkannten Hochschulabschluss oder mit Hochschulabschluss, der einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar ist, können seit dem 1. August 2012 den Aufenthaltstitel „Blaue Karte EU“ erhalten. Dafür müssen Sie einen der Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz in Deutschland vorweisen. Die einzige Voraussetzung ist ein jährliches Bruttogehalt in einer bestimmten Höhe (2015 mindestens 48.400,00 Euro). Akademische Fachkräfte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik können auch eine Blaue Karte EU erhalten, wenn sie genauso viel verdienen wie vergleichbare inländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (2015 mindestens 37.752,00

Euro). In diesem Fall muss die Bundesagentur für Arbeit Ihrer Beschäftigung zustimmen. Diese Zustimmung ist nicht erforderlich, wenn Sie Ihren Hochschulabschluss in Deutschland erworben haben.

Weitere Informationen zum Thema „Arbeitsaufnahme“ finden sie unter folgendem Link: www.make-it-in-germany.com/arbeiten

Selbständige

Ausländer können sich auch als Selbständige in Deutschland niederlassen. Voraussetzung ist ein wirtschaftliches Interesse oder ein regionales Bedürfnis, eine positive Auswirkung der Tätigkeit auf die Wirtschaft und eine gesicherte Finanzierung durch Eigenkapital oder durch eine Kreditzusage. Die Beurteilung der Voraussetzungen richtet sich insbesondere nach der Tragfähigkeit der zu Grunde liegenden Geschäftsidee, den unternehmerischen Erfahrungen des Antragstellers, der Höhe des Kapitaleinsatzes, den Auswirkungen auf die Beschäftigungs- und Ausbildungssituation und dem Beitrag für Innovation und Forschung. Bei der Prüfung werden die für den Ort der geplanten Tätigkeit fachkundigen Körperschaften, die zuständigen Gewerbebehörden, die öffentlich-rechtlichen Berufsvertretungen und die für die Berufszulassung zuständigen Behörden beteiligt.

Das Visumverfahren

Für Aufenthalte in Deutschland von mehr als 90 Tagen werden nationale Visa der Kategorie D (mit Beteiligung der Ausländerbehörde) ausgestellt. Diese Visa werden mit ein Gültigkeit von 90 Tagen ausgestellt. In Deutschland wenden Sie sich dann an die Ausländerbehörde, welche die Aufenthaltserlaubnis ausstellt. Diese Aufenthaltserlaubnis berechtigt dann auch zu Reisen im Schengenraum bis zu 90 Tage pro Halbjahr.

Die Antragstellung ist nur persönlich möglich.

Bei Antragstellung sind folgende Unterlagen vorzulegen:

− gültiger Reisepass mit zwei Kopien der Lichtbildseite des Passes und der Seite mit dem ungarischen Aufenthaltstitel (Hinweis: der Pass muss mindestens 3 Monate über die geplante Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein.)

− 2 Antragsformulare, vollständig ausgefüllt

− 2 identische und aktuelle biometrische Passbilder (am Automaten im Konsulat erhalten Sie für 2.000,- HUF sechs biometrische Passbilder)

- zusätzlich für eine Beschäftigung als Arbeitnehmer oder Hochqualifizierter:

− unterschriebener Arbeitsvertrag (im Original mit zwei Kopien) mit Arbeitgeber in Deutschland oder konkretes Arbeitsplatzangebot jeweils mit genauen Angaben über:

- die Art der beabsichtigten Tätigkeit,

- die Dauer der beabsichtigten Tätigkeit,

- den Arbeitsort und

- die Höhe der Vergütung.

− Nachweis über ausreichenden Krankenversicherungsschutz, sofern aus dem Arbeitsvertrag nicht hervorgeht, dass der Arbeitgeber hierfür Sorge tragen wird. Aus den vorgelegten Versicherungspolicen muss zweifelsfrei ersichtlich sein, dass auch ein Arbeitsaufenthalt in Deutschland davon abgedeckt ist. Geht dies daraus nicht hervor, ist zusätzlich eine entsprechende Bestätigung der Krankenversicherung vorzulegen.

− Qualifikationsnachweise, wie z.B. Diplome, Zeugnisse (im Original mit zwei Kopien)

− Lebenslauf

- zusätzlich für eine Tätigkeit als Selbständiger:

− eine vollständige Firmenbeschreibung, d.h. eine strukturierte und detaillierte Beschreibung der Geschäftsidee, die folgende Angaben enthalten sollte:

Businessplan, Geschäftskonzept, Kapitalbedarfsplan, Finanzierungsplan, Marketingstrategie, Ertragsvorschau, Zusatzangaben über Anzahl der voraussichtlich entstehenden Arbeitsplätze und Anzahl der voraussichtlich entstehenden Ausbildungsplätze (im Original mit zwei Kopien)

− Qualifikationsnachweise, wie z.B. Diplome, Zeugnisse (im Original mit zwei Kopien)

− Lebenslauf

Es können nur vollständige Anträge angenommen werden!

Alle Unterlagen, die nicht in deutscher oder englischer Sprache sind, müssen mit einer deutschen Übersetzung eingereicht werden (auch mit zwei Kopien).

Im Einzelfall können zusätzliche Unterlagen erforderlich sein.

Die Bearbeitungsgebühr beträgt 60,- Euro, zahlbar nur in HUF, gemäß jeweils aktuellem Wechselkurs (Euro können nicht angenommen werden!).

Telefonische Auskunft und Beratung in Visumsfragen erhalten Sie von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 9.00 Uhr sowie von Montag bis Donnerstag zwischen 13:30 und 15:00 Uhr.

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