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Führungszeugnis

Jemand zeigt mit dem Finger auf ein erweitertes Führungszeugnis

Führungszeugnis, © Stephan Jansen/dpa

10.08.2018 - Artikel

Beantragung eines Führungszeugnisses

Hinweis: Sämtliche Angaben beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen der Botschaft zum Zeitpunkt der Abfassung. Trotz aller Sorgfalt kann für Vollständigkeit und Richtigkeit keine Gewähr übernommen werden

Das Führungszeugnis, umgangssprachlich auch „polizeiliches Führungszeugnis„ genannt, ist eine auf grünem Spezialpapier gedruckte Urkunde, die bescheinigt, ob die betreffende Person vorbestraft ist oder nicht.

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Antragsverfahren

Jeder Person, die das 14. Lebensjahr vollendet hat, wird auf Antrag

- ein Führungszeugnis für eigene Zwecke (Privatführungszeugnis)

- ein Führungszeugnis zur Vorlage bei einer deutschen Behörde (Behördenführungszeugnis) oder

- ein „erweitertes Führungszeugnis“ , falls eine Tätigkeit im Kinder- oder Jugendbereich (z.B. Schule, Sportverein) angestrebt wird

erteilt. Der Antrag muss persönlich oder – bei Minderjährigen - durch den gesetzlichen Vertreter gestellt werden. Der gesetzliche Vertreter muss seine Vertretungsmacht nachweisen.

Personen, die im Ausland wohnen, können ihren Antrag ausschließlich auf dem Postweg (nicht per Telefax oder E-Mail) direkt beim Bundesamt für Justiz, Referat IV 2, 53094 Bonn stellen. Die Personendaten und die Unterschrift müssen beglaubigt sein. Die Beglaubigung kann durch eine deutsche Auslandsvertretung, eine ausländische Behörde oder einen Notar erfolgen. Eine beglaubigte Passkopie reicht nicht aus.

Für den Antrag sollte das Formular, das auf der Webseite des BfJ (alternativ auch in Englisch und Französisch) erhältlich ist, ausgefüllt und ausgedruckt werden.

Auf der Webseite gibt es zudem ausführliche Informationen zum Bundeszentralregistergesetz (BZR) und zum Inhalt der verschiedenen Führungszeugnisse.

Das Führungszeugnis kann auch über das Online-Portal des Bundesamts für Justiz (BfJ) beantragt werden. Hierfür werden der elektronische Personalausweis bzw. ein elektronischer Aufenthaltstitel und ein Kartenlesegerät benötigt.

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Überbeglaubigung, Endbeglaubigung, Legalisation, Apostille

Wenn Sie das Führungszeugnis bei einer ausländischen Stelle vorlegen müssen, erkundigen Sie sich bitte bei dieser, ob sie es mit einer Über- oder Endbeglaubigung, Legalisation oder der Haager Apostille vorlegen müssen.

Den Antrag auf die Überbeglaubigung, Endbeglaubigung oder Apostille stellen Sie gleichzeitig mit dem Antrag auf Erteilung des Führungszeugnisses beim BfJ. Dabei soll stets das Land angegeben werden, in dem das Führungszeugnis vorgelegt werden soll. Das Führungszeugnis wird vom BfJ dann direkt an das Bundesverwaltungsamt (BVA) weitergeleitet. Weitere Informationen dazu bietet das BVA auf seiner Internetseite.

Zwischen Deutschland und Ungarn wird das Apostilleverfahren angewandt.

Gebühren

 Führungszeugnis: 13,00 Euro

 Überbeglaubigung: 20,00 Euro

 Endbeglaubigung: 25,00 Euro

 Apostille: 13,00 Euro

Die Gebühren für das Führungszeugnis und eine eventuell notwendige Überbeglaubigung sind durch Überweisung auf das Konto des BfJ bei der Deutschen Bundesbank – Filiale Köln – zu bezahlen. Die Gebühren für die Apostille werden vom BVA als Nachnahmegebühr mit der Postzustellung erhoben.

Als Verwendungszweck ist - falls vorhanden - das Geschäftszeichen des Vorgangs oder der Vor- und Nachname der antragstellenden Person anzugeben. Das Führungszeugnis und die Überbeglaubigung können erst nach Eingang der Gebühr oder Vorlage eines Zahlungsnachweises erteilt werden.

Beglaubigung der Unterschrift bei der deutschen Botschaft Budapest

Sie müssen online über das Terminvergabesystem der Botschaft einen Termin für eine Unterschriftsbeglaubigung buchen.

Zum Termin bringen Sie bitte

- das Antragsformular, das Sie elektronisch oder handschriftlich (gut lesbar !) ausgefüllt, aber noch nicht unterschrieben haben

- Ihren Reisepass oder Personalausweis

- Ihre Lakcim-Karte (ungarische Wohnsitzkarte) und Ihren ungarischen Aufenthaltstitel

mit.

Die Gebühr für die Unterschriftsbeglaubigung beträgt 20,- Euro, zu zahlen in Forint zum aktuellen Tageskurs der Botschaft oder per Kreditkarte (nur Master oder Visa).

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Übersendung des Führungszeugnisses

Ein Privatführungszeugnis, für das keine Endbeglaubigung oder Apostille beantragt wurde, wird vom BfJ ausschließlich an die antragstellende Person – auch an eine ausländische Anschrift – übersandt.

Das BVA versendet ein Führungszeugnis, für das es eine Endbeglaubigung oder Apostille erteilt hat, grundsätzlich nur per Nachnahme an eine Anschrift in Deutschland.

Ein Behördenführungszeugnis wird an die deutsche Behörde übersandt, bei der es vorzulegen ist.

Wir weisen Sie darauf hin, dass Sie in Ihrem Antrag verlangen können, ein Behördenführungszeugnis, das eine Eintragung enthält, zunächst an eine von Ihnen zu benennende deutsche Auslandsvertretung zu übersenden, wo Sie es persönlich einsehen können. Nach Einsichtnahme wird das Führungszeugnis an die Behörde weitergeleitet oder, falls Sie als antragstellende Person dem widersprechen, vernichtet.



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